Fräshobel
Der Fräshobel zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, in gleichmäßiger Tiefe unter der Oberfläche des Holzes zu arbeiten – ein unverzichtbares Werkzeug für präzise Holzverbindungen. Charakteristisch ist sein nach unten gerichteter Fräser, der an einem vertikalen Schaft montiert ist und es erlaubt, in Vertiefungen zu schneiden, die mit anderen Hobeln nicht erreichbar sind. Besonders nützlich ist er beim Ausgleichen von Bodenflächen in Falzen, Nuten und Zapfenlöchern – und wird oft als 'Tiefenkontrollspezialist' des Handwerkers bezeichnet.
Fräshobel - Auf einen Blick
- Zweck: Nuten, Falze und Aussparungen auf gleichmäßiger Tiefe fräsen
- Besonderheit: Tiefenregulierter Fräskopf
- Klassische Hersteller: Stanley, Record, Preston
- Renaissance: Wieder beliebt bei modernen Handwerkern
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Historisch gesehen entstand der Fräshobel als Weiterentwicklung früherer, rein manueller Fräswerkzeuge. Lange vor der Einführung elektrischer Oberfräsen waren diese Handversionen unverzichtbar im Möbelbau, in der Tischlerei und im architektonischen Innenausbau, wo es auf Präzision bei Zapfenverbindungen ankam. Handwerker schätzten sie besonders zum Säubern von Scharnieraussparungen, Schlossnuten oder auch bei feinen Intarsienarbeiten – Arbeiten, die sowohl Fingerspitzengefühl als auch Genauigkeit erfordern.
Viele klassische Fräshobel – etwa von Stanley, Record oder Preston – bieten Tiefenanschläge, austauschbare Schneiden sowie offene oder geschlossene Sohlen. Offene Modelle ermöglichen eine bessere Sicht und Spanabfuhr, während geschlossene Varianten mehr Auflagefläche bieten. Besonders beliebt sind heute gut erhaltene Modelle aus massivem Gusseisen, die durch ihre Verarbeitung und Langlebigkeit überzeugen.
'Ein Fräshobel erledigt das Reinigen von Falzen und Intarsien im Handumdrehen – wo Präzision zählt.'
Historische Meilensteine
1800er – Erste Versionen im Einsatz bei Möbeltischlern
1900er – Populär gemacht durch Stanley & Record
Heute – Wiederentdeckt in der Handwerkerszene
Trotz der weiten Verbreitung elektrischer Fräsen erleben handbetriebene Fräshobel heute ein echtes Comeback. Ihre leise Arbeitsweise, das feine haptische Feedback und die Kontrolle bei empfindlichen Werkstücken machen sie besonders bei Handwerksbetrieben wieder beliebt. Ob bei Restaurierungsarbeiten, handgefertigten Verbindungen oder einfach aus Freude an präzisem Handwerk – der Fräshobel steht für die Verbindung von Ingenieurskunst und traditionellem Werkzeuggefühl.



